In aller Regelmäßigkeit werden wir von unseren Interessenten und Kunden gefragt, welche Förderungsmöglichkeiten es im Rahmen eines Neubaus gibt.

Hier kommt vor allem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Frage. Gemeinsam mit der deutschen Energieagentur (dena) und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat die KfW den Begriff des Effizienzhauses ins Leben gerufen. Je nachdem welchen Effizienzhaus-Standard Sie mit Ihrem Bauvorhaben erreichen wollen, unterscheiden sich die Förderungsmöglichkeiten hinsichtlich der Höhe der maximalen Kreditsumme und eines möglichen Tilgungszuschusses.

 

 

Folgende Förderprogramme werden derzeit durch die KfW angeboten (Stand 01.01.2017):

a) Programm Nr. 153 KfW-Energieeffizient Bauen

  • Kreditsumme max. 100.000 €
  • 5 % Tilgungszuschuss auf Ihre Darlehenssumme bei KfW-Effizienzhaus-Standard 55
  • 10 % Tilgungszuschuss auf Ihre Darlehenssumme bei KfW-Effizienzhaus-Standard 40
  • 15 % Tilgungszuschuss auf Ihre Darlehenssumme bei KfW-Effizienzhaus-Standard 40 Plus

 

b) Programm Nr. 431 Zuschuss Baubegleitung

  • Tilgungszuschuss bis zu 50% der Baubegleitungskosten
  • Tilgungszuschuss max. 4.000 €

 

c) Programm Nr. 124  KfW-Wohneigentumsprogramm

  • möglich beim Bau von selbst genutztem Wohneigentum
  • Kreditsumme max. 50.000 €

 

d) Programm Nr. 270 Erneuerbare Energien-Standard

  • Fördert die Anschaffungskosten zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung und Speicherung aus erneuerbaren Energien (z. B. PV-Anlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen, etc.)
  • Kreditsumme max. 50.000.000 €
  • Programm gilt für Privatpersonen und Unternehmen

 

e) Programm Nr. 275 Erneuerbare Energien-Speicher

  • Fördert Batteriespeicher für Privatpersonen und Unternehmen
  • Kreditsumme bis zu 100 % der Anschaffungskosten
  • Tilgungszuschuss bis zu 19% der förderfähigen Kosten

 

Um in den Genuss einer KfW Förderung zu kommen, sind ein paar Punkte zu beachten:

  1. Die meisten Förderprogramme sind zeitlich und volumenmäßig begrenzt
  2. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Bewilligung
  3. In der Regel sind die Förderprogramme kumulierbar
  4. Der Antrag auf Förderung muss immer vor Beginn der Maßnahme gestellt werden. Dabei gilt als Maßnahmebeginn der eigentliche Baubeginn und nicht die Vertragsunterzeichnung. Maßgebend ist hierfür das Erstgespräch mit Ihrer Hausbank, welches am besten durch Ihren Bankberater dokumentiert werden sollte.
  5. Für die Antragstellung und Bewilligung einer KfW Förderung benötigen Sie einen Energieberater, welcher in der Liste der dena eingetragen ist. Dabei begleitet der Energieberater Ihr Bauvorhaben und kümmert sich neben der Antragstellung auch um die Überwachung Ihres Bauvorhabens. So wird sichergestellt, dass der versprochene Effizienzhaus-Standard auch eingehalten wird.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns einfach an. Unser in der dena-Liste geführter Energieberater hilft Ihnen gerne bei der Abwicklung Ihrer möglichen KfW Förderung.

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Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der KfW Bank.